Seite drucken

Der Eingriff

Die HF-Facettendenervierung wird ambulant oder auch stationär durchgeführt und dauert im Normalfall ca. eine Stunde. Der Arzt erklärt, welche präoperativen Maßnahmen zu befolgen sind, und empfiehlt dem Patienten, sich von jemandem nach Hause fahren zu lassen, da ereventuell intravenös ein Beruhigungsmittel verabreicht bekommen. Ausserdem sollte der Arzt außerdem nach der täglichen Medikamenteneinnahme fragen.

 

Leitfaden_fur_Patienten_zur_Implantation_eines_Neurostimulationssystems-4-für Neurotherm.jpgWährend des Eingriffs können die Atmung, der Herzrhythmus und der Blutdruck überwacht werden. Bei den meisten Eingriffen liegt man auf dem Bauch auf einem Röntgentisch, bei Eingriffen am Nacken eventuell auf der Seite. Die Haut wird dann mit einer antiseptischen Lösung desinfiziert und anschließend örtlich betäubt.

 

Während des Eingriffs unter Röntgenkontrolle wird eine kleine Hochfrequenznadel in ähnlicher Weise und an ähnlicher Stelle wie bei der Medialzweigblockade gesetzt.

 

Es werden sensorische und motorische Stimulationstests durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Nadel in die Nähe der medialen Zweige und nicht ungewollt in die Nähe anderer Nerven gesetzt wird.

 

 

 

 

Während der sensorischen Stimulation spürt man ein leichtes Kribbeln, vielleicht teilweise wieder den typischen Schmerz. Wenn Schmerzen empfunden, die anders als die normalen Schmerzen sind oder in Armen oder Beinen auftreten, muss der behandelnden Arzt informiert werden, damit die Nadel neu gesetzt werden kann. Während der motorischen Stimulation fühlt man ein harmloses Pochen in den paraspinalen Muskeln. Falls es in einer Extremität zu Muskelzuckungen kommt, wird die Nadel neu gesetzt.

 

Sobald die Nadel richtig gesetzt ist, kann der Nerv vor seiner Zerstörung örtlich betäubt werden. Es können zwei Hochfrequenzmethoden zur Anwendung kommen, die Standard- Hochfrequenz und die Gepulste-Hochfrequenz. Man ist während des Teils des Eingriffs, bei dem die HF-Facettendenervierung durchgeführt wird, wach und bei vollem Bewusstsein.

 

 

Nach dem Eingriff

Man erholt sich nach dem Eingriff ca. eine Stunde. Der Patient wird entlassen, wenn er vollkommen wach sind, der Blutdruck und Puls stabil sind und er sich mindestens so gut bewegen können wie vor dem Eingriff.

 

Die HF-Facettendenervierung hat eine zeitlich begrenzte Wirkung. Die kleinen Nerven können mit der Zeit erneut wachsen, aber im Allgemeinen kommt es bei den Patienten zu längerer Schmerzlinderung. Während der Zeitspanne der Schmerzlinderung kann eine Physiotherapie begonnen werden, um die betroffenen Facettengelenke zu stärken. Falls wieder ähnliche Schmerzenauftreten, kann der Eingriff wiederholt werden.