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HF-Facetten Denervierung

 

RF-Facettendenervierung-2-2_small.jpgJedes Jahr leiden Millionen Menschen weltweit an Schmerzen im Rücken und/oder Nacken. Zwar bessert sich der Zustand bei den meisten wieder, aber bei sehr vielen kommt es zu chronischen Schmerzen. Diese Schmerzen haben häufig mehrfache Ursachen; die häufigste Ursache sind Schmerzen der Gelenke, die die Wirbelsäule verbinden und stabilisieren. Sie heißen Facettengelenke.

 

Schmerzen der Facettengelenke werden häufig als Rücken- oder Nackenschmerzen beschrieben, die sich verschlimmern, wenn man sich zurückbeugt oder dreht. Der Schmerz kann dumpf oder stechend sein, dauernd oder pulsierend auftreten und mit Muskelkrämpfen einhergehen.

 

Die betroffenen Gelenke können berührungsschmerzhaft sein. Der Schmerz kann in Arme oder Beine ausstrahlen. Im oberen Nackenbereich können Schmerzen der Facettengelenke zu Kopfschmerzen führen. Im mittleren Rücken können die Schmerzen bis nach vorn in den Brustkorb oder den Unterbauch ziehen. In der Lendenwirbelsäule können sich die Schmerzen in Hüften oder Gesäß ausbreiten.

 

Bei der HF-Facettendenervierung (auch Facettenrhizotomie, Facettenablation, Facettenneurotomie oder Facettenneurolyse genannt) werden Nerven, die von dem Facettengelenk ausgehende Schmerzsignale transportieren, mittels Hochfrequenzenergie vorübergehend unterbrochen oder zerstört. Diese Nerven werden als mediale Zweige bezeichnet.

 

Jedes Gelenk erhält Signale von einem medialen Zweig, der von zwei verschiedenen Ebenen ausgeht. Vor der HF-Facettendenervierung wird ein kurzzeitig wirkendes Betäubungsmittel in den Bereich dieser Nerven injiziert (Medialzweigblockade). Dadurch soll festgestellt werden, ob eine kurzzeitige Schmerzlinderung erreicht wird. Wenn es bei Ihnen zu einer bedeutenden kurzzeitigen Schmerzlinderung kommt, ist bei Ihnen eventuell eine Facettendenervierung möglich, sobald Ihr Schmerz wieder in der typischen Stärke auftritt.

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